Konzeption

Das Kind wird nicht erst ein Mensch, es ist schon einer!“ (Korszak)

Um allen Kindern von 0 – 6 Jahren eine altersadäquate Entwicklungsförderung zu gewährleisten, haben wir uns für das teiloffene Konzept entschieden.
Das bedeutet:
Unsere Kinder haben ihre festen Gruppen. Dort treffen sie sich täglich zum gemeinsamen Morgen – und Abschlusskreis und feiern hier mit ihren vertrauten Freunden und Erziehern die Geburtstage. Somit können sich unsere Kinder besser in den Kita – Alltag eingewöhnen und finden dadurch eine gewisse Sicherheit. Die pädagogischen Angebote finden in der Gruppe aber auch gruppenübergreifend statt. Das ermöglicht uns, spezielle Aktionen gezielt für eine Altersgruppe anzubieten, ohne die Kinder dabei zu unter – bzw. zu überfordern. Um die Entwicklungsstufen der einzelnen Kinder Schritt für Schritt zu begleiten und zu fördern, bauen die pädagogischen Ziele aufeinander auf. Nach dem Morgenkreis dürfen die Kinder den Flur gemeinsam zum Spielen nutzen. Sie können auch ihre Freunde in den anderen Gruppen besuchen gehen. Weitere Begegnungspunkte sind beim Spielen in der Turnhalle, auf dem Spielplatz oder beim Mittagessen. Die Kinder können dabei voneinander lernen, z.B. Hilfsbereitschaft, Achtsamkeit, Rücksichtnahme, Toleranz und Respekt.
Wir fördern damit die Entscheidungsfähigkeit, Selbstständigkeit und die Selbsttätigkeit der Kinder.
Bei allen Aktivitäten sind wir, das Team, pädagogische Begleiter, Vertraute, Helfer, oft auch selbst Lernende und Staunende – es gibt jeden Tag etwas Neues und Interessantes mit den Kindern zu entdecken.

Ein Kind, das in die Kindertagesstätte kommt, ist bereits eine eigenständige Person.

Kinder im Kindergarten spielen, singen, entdecken, gestalten, arbeiten, leben mit anderen Kindern zusammen in einer Gruppe.

Jedoch ist jedes Kind anders und jedes Kind kommt mit anderen Lebenserfahrungen und individueller Prägung aus der Familie zum Kindergarten. Auch von Gleichaltrigen kann daher kein gleicher Entwicklungsstand erwartet werden.

Die besondere Aufgabe der Kindertagesstätte liegt darin, die Kinder zu beobachten und herauszufinden, welche Neigungen und Fähigkeiten bei ihnen vorhanden sind. So können wir an den individuellen Entwicklungsstand eines Kindes anknüpfen und seiner persönlichen Lebenssituation gerecht werden.

Hierbei steht die Förderung der Gesamtpersönlichkeit und nicht die Förderung einzelner Fähigkeiten im Vordergrund. Alle Persönlichkeitsbereiche werden in unserer Kindertagesstättenpädagogik gleichermaßen beachtet und ernst genommen.

Man kann keinem etwas beibringen, nur ihm helfen,
es in sich selbst zu finden! (Galilei)

Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Kindertagesstätte bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung. Um die Vielzahl der neuen Impulse in der Kindertagesstätte nutzen zu können, braucht das Kind Bezugspersonen, die es begleiten und unterstützen. Unsere Eingewöhnungsphase bei der Neuaufnahme von Kindern dient in erster Linie dazu, eine vertrauensvolle Beziehung zu den Erzieherinnen herzustellen. Die Erzieherinnen übernehmen die Position, als „sicherer Hafen“, in den sich das Kind in schwierigen Situationen retten kann.

Ohne emotionale Sicherheit kann der angeborene Motor „Lernen“ nur schwer in Gang gebracht werden.

Wir Erzieherinnen möchten dem Kind dabei behilflich sein, sich in seiner neuen Umgebung zurechtzufinden und sich zu entfalten.

Die Atmosphäre in unserer Einrichtung ist offen, motivierend, freundlich aber auch konsequent und klar. Die Kinder bekommen den nötigen Freiraum um sich zu entfalten. Sie müssen auch lernen sich an gewisse Spielregeln und Grenzen zu halten, die für das Zusammenleben in unserer Gemeinschaft unerlässlich sind. Für uns ist es jedoch wichtig, dass die Kinder diese Grenzen selbst erfahren und begreifen. Wir legen Wert darauf, dass in gewissen Bereichen die Regeln zusammen mit den Kindern erarbeitet werden.

Bei der Förderung aller Individualität gibt es einen Grundsatz, der bei uns immer eine wichtige Rolle spielt:

Die Freiheit des einzelnen Kindes endet da,
wo die Freiheit des anderen Kindes beginnt!“ (Friedrich Fröbel)

(Die gesamte Konzeption können Sie gerne in unserer Einrichtung einsehen.)